cool is hipp is cool

Die Jazzpianistin Jutta Hipp, die Anfang der 50er Jahre in Deutschland zu „Europe’s First Lady of Jazz“ gekürt wird, schreibt ein ganz besonderes Stück Jazzgeschichte. Als wegweisende Pianistin der Jazzszene im Nachkriegdeutschland gelingt ihr als erste weiße europäische Frau auch in New York ein kometenhafter Aufstieg. Bei der renommierten Plattenfirma Blue Note nimmt drei Platten auf, und spielt mit den Jazzgrößen ihrer Zeit. Jutta Hipp ist mittendrin im „Big Apple“. Das macht sie einzigartig.

Mit der musikalischen Produktion "Cool is Hipp is cool" wird Jutta Hipps jazzhistorische Bedeutung gewürdigt. Das Album ruft Jutta Hipps facettenreiches künstlerisches Schaffen in Erinnerung und macht aufmerksam auf ihre besondere Eigenart zu spielen. Ihre fughuetthafte kontrapunktische Spielweise wird zur Kunstform des Cool Jazz Frankfurter Prägung. Lineare Phrasierungsweise und ein relativ  obertonarmer Klang sind wesentliche Gestaltungsprinzipien der Cool Ästhetik, die hier überwiegend von Ilona Haberkamp am Altsaxophon und von Laia Cenc am Flügel übernommen wird. Die zurückhaltenden und sparsam aufgebauten Soli von Ilona Haberkamp sind Konzept und eingebettet zwischen den hochkarätigen musikalischen Individualitäten ihrer Mitspielenden gelingt ihr eine außergewöhnliche musikalische Reise.
Zwei Originalkompositionen von Jutta Hipp, eine davon kompositorisch erweitert zu einer kleinen Suite, Ausschnitte aus Pianotranskriptionen vermengt mit dem persönlichen Stil der mitwirkenden Musiker, Gedichte über Jazzgrößen, die sie persönlich kannte, inspirieren zu neuen Kompositionen und neuen Arrangements. Vertonungen wie Rezitationen ihrer Texte präsentieren Jutta Hipps künstlerisch-poetische Ader. Die Originalstimme von Jutta auf dem Album entstammt einem sehr privaten und bisher noch nicht veröffentlichten Interview, das Iris Kramer (mit Ilona Haberkamp) 1986 in New York mit Jutta geführt hat. Eine winzige Auswahl dieses Interviews schafft Atmosphäre, dient der Überleitung zu den Stücken oder ergänzt die jeweiligen Texte. Diese Aufnahmen sind ein Konzeptalbum mit Tiefgang und Spielfreude, das umfangreiche Booklet enthält Gedichte und Zeichnungen von Jutta Hipp und Hintergrundtexte, das Cover wurde gestaltet von dem Künstler Dietrich M Rünger.

pressestimmen

Ilona Haberkamp ist mit ihrem Projekt eine wundervolle Hommage an Jutta Hipp, Deutschlands führende Jazzpianistin der 50er, gelungen. Stilistisch an den Cool Jazz Frankfurter Prägung angelehnt, entwickelt die Alt-Saxophonistin mit ihrem Ensemble eine Art jazzmusikalisches Hörbuch, das bewegend dazu beiträgt eine außergewöhnliche Musikerpersönlichkeit dem Vergessen zu entreißen. 
Bernd Noglik, MDR

Ilona Haberkamp hat ein phänomenales Tribute-Projekt auf die Beine gestellt. Mit so illustren Musikerkollegen wie Ack van Rooyen, Silvia Droste und Laia Genc erweckt sie nicht nur Songs der Pianistin wieder zum Leben, sondern stellt mit Standards, die Hipp gerne gespielt hat („What’s New“, „Dear Old Stockholm“), Booklet-Zeichnungen, Rezitationen und kurzen Ausschnitten aus einem bislang unveröffentlichten Interview mit Hipp weitreichende Bezüge her.
Rolf Thomas, Jazz thing 99

Das Erinnerungs-Album an die tragische Heldin trägt den Titel „Cool is Hipp is Cool“, denn Jutta Hipp gilt als Vertreterin des Cool Jazz. Saxophonistin Haberkamp und ihr Quartet haben Kompositionen von Jutta Hipp arrangiert und Texte der Pianistin vertont, die von der Sängerin Silvia Droste interpretiert werden. Mit dem Flügelhornisten Ack van Rooyen als Gast bietet das Quartet wunderbar einfühlsamen Cool Jazz. Hans Hielscher, SPIEGEL online

Wie haben Sie es nur geschafft, daß bei ihrem Hipp-Projekt Intellekt und Emotion so wunderbar in Einklang kommen?

Gudrun Endress, Jazz Podium 07/13


So cool wie Hipp, so zurückhaltend wie Haberkamp: Diese Kombination strahlt hell und weitsichtig am Jazzhimmel.

Klaus Hübner, Jazz Podium 07/13


CD der Woche ( wdr3, 28.KW)

Quite beautiful at times, and some snappy vocals to balance things out. An intelligent approach to the music and artistry of Hipp.
Dave Sumner, eMusic London